Dissertation über Intergenerational Closure

Dissertation über Intergenerational Closure

Im Mittelpunkt meines Dissertationsprojektes steht die Hypothese, dass sich der regelmäßige positive Kontakt von Eltern miteinander befreundeter Kinder positiv auf den Schulerfolg des Kindes auswirkt, indem es den Eltern ermöglicht, Normen effektiver durchzusetzen. Diese Hypothese wurde von James Coleman formuliert, der Unterschiede in den Testergebnissen katholischer und nicht-konfessioneller Schulen beobachtete und diese Unterschiede den dichteren elterlichen Netzwerken und homogeneren Normen in katholischen Schulen zuschrieb. Ich verwende Daten der CILS4EU Studie, diese These zu testen, da diese Studie meines Wissens die einzige Studie ist, die nach dem Zufallsprinzip komplette Klassennetzwerke von Kindern und denen ihrer Eltern, sowie Schulnotenindikatoren beinhaltet hat. Darüber hinaus sind die Indikatoren der Elternnetzwerke besser geeignet, als die Indikatoren früherer Studien, da sie ein regelmäßiges Verhalten abbilden und nicht abfragen, ob man “andere Eltern kennt”. Dies könnte lediglich darauf hindeuten, dass sie sich z.B. einmal bei der Abholung ihrer Kinder getroffen haben oder aber, dass sie beste Freunde sind.

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Robert Birkelbach
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Doktorand

Meine Forschungsinteressen umfassen analytische Soziologie, soziale Netzwerke und Bayes’sche Statistik.